A fini Membran isch in minara Seel dinna gspannt
wo vibriert und Lieder singt
wenn ma si richtig kennt
Aber viel viel z' schnäll kriegt si Riss
und goht kaputt bis zum Schluss
wenn i öppis ganz gemeins khöra
oder gspüra muass

Und i muas no säga:
mini Stimm het sich a bitz verletzt
i bin älter rucher und vallicht au dümmer
Aber es git no so öppis
wien as Kind in miar bis jetzt
wo zimli schüch isch
aber Freud empfindets no immer

I fühl mi nit öppa grettat oder frei
vo da modischa Zwäng
aber i wacha uf luag ins Tal
und gsehn dia grüana Häng
I begegna dena Freia
wo da schaffen ohni Zwang
und i gspüra Mitleid
mit New York und Amsterdam

I han müassa gseh
dass da nüt neus erfunda hen
wo'n i nit scho gwüsst hätt
sit dem Tag wo'n i vo dahai awäg bin
Aber zwüscha da hocha Hüser vo der
Grossstadt han i gspürt
dass mini einzig Liebi
da Felsa und da Steina khört

Wenn eina wien i sina Gsang
us sinem Härz tüf ussa singt
denn bruchts döt unna a Für
wo endlos witerbrennt
Är brucht Holz usem Wald sus wird s' Für ganz kalt
und isch empfindli geg da Räga
Aber wenn's guat brennt denn kann
är d' Wärmi zu da Menscha träga

Walter Lietha, Dia Fahrenda, 1977

Mike Konia

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